Himmlische Ruhe im Garten

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Ruhestörung – schlecht für gute Nachbarschaft

Was den eigenen Garten anbetrifft, wünscht man sich möglichst viel Ruhe, um die eigene Grünoase in vollen Zügen genießen zu können. Immer ist das jedoch nicht möglich. Nämlich dann, wenn man selbst Rasen mäht oder handwerklich zu Gange ist. Viele Gartenarbeiten sind nun einmal mit Lärm verbunden. Ob im eigenen Garten oder aber, wenn der Nachbar zu Heckenschere, Laubbläser oder dem Rasenmäher greift. Es steht außer Frage, dass es manchmal etwas lauter im Gartenidyll zugeht. Doch ebenso verständlich ist es, dass jeder Haus- und Gartenbesitzer nicht jede Ruhestörung tolerieren und auch sich selbst an Ruhezeiten halten muss.  Zwar gibt es auch seitens des Gesetzgebers Versuche, für verbindliche Ruhe zu bestimmten Zeiten zu sorgen. Allerdings stellt vor allem häufiger und lange dauernder Lärm von Gartenarbeiten oder anderem Radau irgendwann auf´s Gemüt. Auch außerhalb der Ruhezeiten. Lärmschutz und das respektvolle Miteinander der Nachbarschaft ist also für jeden Garten- und Hausbesitzer ein wichtiges Thema.

Rasenmähen - nicht immer erlaubt
Rasenmähen – nicht immer erlaubt

Gesetzliche Regelungen

Neben den Mietverträgen sieht auch das Gesetz Einhaltungen von Ruhezeiten vor. So reguliert zumindest im Gesetz die Maschinen- und Geräteschutz Verordnung, wann durch Maschinen Lärm verursacht werden darf. Zu diesen zählen auch lärmende Gerätschaften wie

  • Heckenscheren
  • Laubhäcksler
  • Rasenmäher (elektrisch)
  • Aufsitzrasenmäher
  • Bohrmaschinen
  • Laubsauger/Laubbläser

Der Verordnung gemäß ist der Betrieb solcher Maschinen untersagt:

  • zwischen 13 und 15 Uhr (werktags)
  • zwischen 22 und 6 Uhr (werktags)
  • an Feiertagen (ganztägig)
  • an Sonntagen (ganztägig)

Mietverträge regeln zudem auch innerhalb von Wohnräumen, dass beispielsweise Musik nur bei Zimmerlautstärke gehört werden darf. Der Spielraum, wo zu tolerierende Geräusche aufhören und Lärmbelästigung sowie Ruhestörung anfangen, sind daher recht schwammig und unterliegen deshalb vielfach reinem Ermessensspielraum

Lärmintensive Hobbys & Gartenpflege

Prinzipiell kann man außerhalb der verordneten Ruhezeiten zunächst einmal lärmen, wenn man zum Beispiel ein handwerkliches Hobby (Möbel bauen, Holzarbeiten, Metallbau usw.) ausübt. Allerdings wird es dann früher oder später zu Ärgernissen mit der Nachbarschaft kommen, wenn die davon ausgehende Geräuschkulisse Überhand nimmt. Dann sollte man sich Gedanken über Lärmschutz machen. Selbst, wenn die oben erwähnte Verordnung die Ruhestörung nur zur Mittagszeit, in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen regelt, bestätigen zur Hilfe gerufene Gerichte immer wieder Klagen wegen Lärmbelästigung. Unproblematisch hingegen sind gewöhnliche Gartenarbeiten wie etwa das Rasenmähen, die einfach notwendig sind und sich in der Regel in einem normalen Rahmen bewegen, um den Garten bzw. das Grundstück in Ordnung zu halten. Stehen einmal umfangreichere Gartenarbeiten an, die mehr Lärm als üblich verursachen, sollte zuvor die Nachbarschaft informiert werden. Die regulierten Ruhezeiten sind dann trotzdem eingehalten werden, damit die Nachbarn und man selbst die Ruhe genießen kann.

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One Comment - Write a Comment

  1. Diese Regeln finde ich grundsätzlich in Ordnung aber ich glaube man muss es sich auch immer persönlich ausmachen wie lange man „Lärm“ machen darf.

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